Die Froschperspektive

Was ist die Froschperspektive oder  besser gesagt, was muss der Fotograph dabei beachten?

Dass die Person oder das Objekt, dass fotografiert wird groß und dadurch mächtig wirkt.

Vom Fotograph ist der Blick steil nach oben gerichtet,  da der Fotograph  “kniet” um von unten nach oben fotografieren zu können. 

Diese Perspektive wird eingesetzt für z.B  Angst, Bewunderung und Ehrfurcht.

Was sollte man beachten ? Nicht stehend Fotografieren.

   

 

 

 

 

Vogelperspektive

Bei der Vogelperspektive wirkt die abgebildete Person klein und eingeschüchtert. Der Zuschauer fühlt sich überlegen.

Diese Perspektive wird eingesetzt, um z.B. Geringschätzung, Mitleid oder Verachtung darzustellen.

Der Fotograph fotografiert also die Person  oder Gegenstand  von oben z.B. von der Brücke, auf dem Berg oder vom Flugzeug.

Man sollte aber immer den Zoom der Kamera so einstellen, dass die Person immer kleiner  auf dem Bildschirm wird (also einfach nur zurückstellen).

 

 

 

 

Der neue Lehrgang startet am 2. Mai 2011, ein laufender Einstieg ist möglich!

Um was es in „MMZ“ geht und ob du hier richtig bist, erfährst du, wenn:

Du die Fragen durchliest und einige davon mit JA beantworten kannst!

  • Bist du zwischen 16 und 25 Jahren alt?
  • Ist die Schule vorbei und du konntest keine Ausbildung finden?
  • Interessierst du dich für Medien und arbeitest gerne am Computer?
  • Würdest du gerne mit anderen zusammen ein Internet-Schulungscafé betreiben?
  • Wolltest du schon immer einmal Darstellerin in einer Fotostory werden und diese selbst gestalten?
  • Möchtest du gerne deinen Wunschberuf im Praktikum erkunden?
  • Hast du dich schon einmal gefragt, was du brauchst, um deinen Berufswunsch zu verwirklichen?
  • Brauchst du Tipps für eine richtig gute Bewerbung und wie du MS-Word dafür nutzen kannst?
  • Möchtest du vielleicht deinen Hauptschulabschluss nachholen?
  • Hast du dich schon einmal gefragt, wie du dich am Besten auf ein Vorstellungsgespräch vorbereiten kannst?
  • Würdest du gerne mit anderen zusammen verschiedene Projekte durchziehen und Ausflüge unternehmen?
  • Brauchst du nützliche Tipps, was zu organisieren ist, um z.B. in eine eigene Wohnung zu ziehen?
  • Hast du dich schon einmal gefragt, wie das Filmedrehen funktioniert und was dafür nötig ist?
  • Würdest du gerne neue Ideen bekommen, wo du dich um einen Ausbildungsplatz bewerben kannst?

 

…..Und wie siehts aus?

Nähere Auskunft erteilt:            Tamara Fischer: 06061-9438-15

                                                    (siehe auch oben: Kontakt)

Um weitere Informationen zu erhalten, kannst du dich auch gerne oben in den Registern durchklicken.

Wenn hier auch deine Erfahrungen, Ideen und Projekte stehen sollen, dann komm ins MMZ und arbeite an der Gestaltung unserer Website mit!

Wir freuen uns auf dich!

 
23.03.2009

Zum Girlsday in MMZ

Wir MMZ Teilnehmerinnen laden euch ein, einen Tag bei uns im Lehrgang zu verbringen.

Ihr könnt bei uns die Arbeit am PC näher betrachten, das “Innenleben” eines PC kennen lernen, Anwendungsprogramme kennen lernen, Internetrecherche zur Berufswahl betreiben, Fotografieren und Fotos drucken, Visitenkarten gestalten und drucken. Wir geben gerne unser Wissen an euch Girlsday-Besucherinnen weiter! Neugierig geworden? Dann besucht uns am
Girlsday, 23. April 2009 von 9:00 bis 14:30 Uhr
.
Wir freuen uns auf eueren Besuch!
Anmelden könnt ihr euch auf der Internetseite
www.girls-day.de
oder telefonisch bei Frau Wind, 06061 9438-19

Bildungswerk der Hessischen Wirtschaft e.V.
Büro Michelstadt
“Alte Koziolfabrik”
Frankfurter Straße 37
64720 Michelstadt

Zahlreiche positive Rückmeldungen zu den MMZ Internetschulungen sind für uns Bestätigung und Motivation.

So erreichte uns im September 2008 die E-Mail einer Schulungsteilnehmerin mit folgendem Inhalt:
“damit Erlerntes möglichst nicht vergessen geht und weil es mir ein Anliegen ist, Ihnen auf diesem Wege noch einmal mitzuteilen wie angenehm ich die Wissens- und Kenntnisvermittlung im Kurs empfunden habe, schreibe ich diese kurze Nachricht.
Könnten Sie diese Form des Austauschs von Kenntnissen zwischen Jung und Alt auf weitere Gebiete ausdehnen – weil so nicht nur der jeweilige alte Schüler hinzulernt, sondern auch der junge Lehrer sich seiner Kompetenz bedienen und Verantwortung übernehmen lernt – hielte ich das für begrüßenswert.”

“Wie hat Ihnen unsere Schulung gefallen?”
Diese Frage beantworteten Schulungsgäste immer wieder mit Aussagen wie
“eine Patin zur Seite zu haben, die direkt auf meine Fragen antwortet und auf mein Tempo eingeht, war sehr hilfreich”,
“ich bin ohne Vorkenntnisse gekommen und habe eine ganze Menge gelernt”,
“die Berührungsängste mit dem Internet wurden uns hier genommen”,
“wir hatten keine Ahnung vom Internet und konnten viele Erfahrungen sammeln”

Im August 2008 veranstalteten die im Gebäude der “Alten Koziol Fabrik” ansässigen Geschäfte und Einrichtungen zum wiederholten Mal ein großes Sommerfest.
Das Bildungswerk der Hessischen Wirtschaft e.V. beteiligte sich unter anderem mit dem Lehrgang MMZ an der Durchführung.

Gemeinsam mit Frau Wind unterstützten die Teilnehmerinnen im “Schichtdienst” das Kinderbelustigungsangebot des “Koziol Factory Outlet”. Hier konnten sich alle Kinder kreativ betätigen. Gegen einen geringen Kostenbeitrag durften Taschen individuell geschmückt und gestaltet werden. Die MMZ Teilnehmerinnen halfen den kleinen Gästen, Dekomaterial an den Taschen zu befestigen oder unterschiedliche Motive aufzumalen.

Vor dem mobilen Beratungsbus des Bildungswerkes, dem “Azubi-Mobil” hielten die MMZ Frauen ein weiteres Angebot bereit. Hier konnten sich die jungen Gäste mit der Button-Presse selbst gestaltete Anstecker fertigen.

Gespendet wurde der Erlös aus diesen Aktion an die Kinderkrebshilfe Odenwald gespendet.

17.10.2008

Erste Hilfe Kurse

Erste Hilfe Kurs
Am 15.12.2008 begann unser Erste Hilfe Kurs.
Dazu kam Herr Weickart vom Deutschen Roten Kreuz an drei Vormittagen zu uns ins Bildungswerk.
Zuerst begrüßet er uns und erklärte , was er beruflich so macht. Dann befragte er uns in der Runde, was wir uns von diesem Kurs erhoffen und was wir an Kenntnissen schon mitbringen.
Dann erklärte er uns, dass man im Notfall immer helfen sollte, dass man sogar helfen muss, sonst könnten wir wegen unterlassener Hilfeleistung sogar bestraft werden.
Herr Weickart fragte uns, ob wir denn wissen, unter welcher Nummer wir Hilfe rufen können.
Die Nummern sind: 112 (Rettungsdienst) und 110 (Polizei).
Er erklärte uns dann mit Hilfe des Overhadprojektors die Aufgaben eines Ersthelfers und die fünf Punkte auf die es bei einem Notruf ankommt: Wo ist etwas passiert, Was ist passiert, Wie viele Personen sind verletzt, um Welche Verletzungen handelt es sich. Dann muss man unbedingt noch auf Rückfragen warten.
Dann kamen wir zum nächsten Punkt: wie kümmert man sich um einen bewusstlosen Verletzten? Wichtig ist, dass man prüft, ob er noch atmet. Wenn ja, muss man ihn in die stabile Seitenlage bringen und den Kopf überstrecken, damit er nicht an seiner Zunge erstickt.
Herr Weickart zeigte uns, welche Gegenstände man in einem Auto unbedingt mitführen muss, unter anderem ein Warndreieck, eine Rettungsdecke und einen Verbandskasten.
Dann gingen wir nach draußen auf den Parkplatz und übten die Rettung aus einem verunglückten Auto. Dazu zeigte er uns den „Unterarmgriff“ mit dem man einen Menschen aus dem Auto ziehen kann. Dabei muss man immer aufpassen, dass man dem Verunglückten nicht noch mehr Verletzungen zufügt.
Als letzter Punkt an diesem Tag übten wir, wie man bei einem Motorradunfall dem Opfer den Helm abnehmen kann. Wenn der Motorradfahrer bei Bewusstsein ist, entscheidet er natürlich selbst darüber, wie die Hilfe aussehen soll.
Zu Beginn des zweiten Tages wiederholten wir die Themen des Vortages.
Danach kamen wir zu einem neuen Thema: Wie oft schlägt eigentlich das Herz eines Menschen? Das ist von Mensch zu Mensch verschieden, meist sind des 60 bis 80 Herzschläge pro Minute. Dazu zeigte uns Herr Weickart noch eine Statistik, vom Säuglingsalter bis zum erwachsenen Menschen.
Nächster Punkt: was ist zu tun, wenn jemand einen Gegenstand verschluckt hat?
Er erklärte uns, dass wir dann ca. fünf mal zwischen die Schulterblätter klopfen müssen. Wenn das nicht nützt, können wir noch den „Oberbauchkompressionsgriff“ anwenden, den haben wir in Zweiergruppen geübt.
Dann gingen wir zum nächsten Tagesordnungspunkt über, die Herz-Lungen-Wiederbelebung eines Menschen. Zur Übung der Herzmassage lief leise Musik im Hintergrund, die den Rhythmus  der Massage vorgab. Wir sollten ein Gefühl dafür bekommen und im Takt bleiben. Als letzte Übung an diesem Tag machten wir die Mund zu Mund Beatmung an einer Puppe. Dazu muss man 30 mal den Brustkorb drücken und dann zwei mal Beatmen. Immer abwechselnd.
Zum Schluss bekamen wir noch Informationen über giftige Pflanzen und andere Sachen und was man tun soll, wenn man mit giftigen Substanzen in Berührung gekommen ist.
Am dritten und letzten Tag lernten wir einiges über die Wundversorgung. Wir haben Verbandspäckchen bekommen mit Mullbinden, Handschuhen, Kompressen, Pflaster und einer Fixierbinde. In Zweierteams haben wir anschließend geübt, wie man einen Fingerkuppenverband und einen Ellenbogenverband anlegt.
Dann erklärte uns Herr Weickart, welche Materialien wir zur Wundversorgung nehmen können, z. B. ein Dreieckstuch, das man beliebig um die verletzte Stelle binden kann, ob Hals, Kinn oder Stirn.
Dann sprach Herr Weickart noch über Verbrennungen, welche Verbrennungen entstehen können, was man da beachten muss und wie man sie behandeln kann. Auch Knochenbrüche  wurden noch besprochen und zum Schluss wiederholten wir alle Themen noch mal.
Zum Abschluss des ganzen Kurses schauten wir uns noch an, was Mr. Bean zum Thema Erste Hilfe bieten kann.
Miriam

Vom 04. bis 31. Oktober 2007 präsentierte die Frauenbeauftragte des Odenwaldkreises und die Arbeitsgemeinschaft Odenwälder Frauen AOF, im Landratsamt in Erbach eine Ausstellung mit dem Titel „…um die Stimmen der Frauen – das Frauenbild der Parteien im Spiegel ihrer Wahlplakate“.
Anlass war der 100. Jahrestag der Einführung des Frauenwahlrechts in der EU. In Deutschland wurde das Wahlrecht für Frauen erst 1919 in der Verfassung der Weimarer Republik verankert.
Im Kreistag des Odenwaldkreises waren Frauen erst ab 1948 vertreten.
Um für die Wanderausstellung, die vom Verein zur Förderung der Frauenpolitik in Niedersachsen e.V. erstellt wurde, einen aktuellen Bezug zur Situation im Odenwaldkreis herzustellen, erarbeiteten wir ein Projekt, das im Rahmen einer Power Point Präsentation Kreistagspolitikerinnen und Wählerinnen zu Wort und Bild kommen ließ. Wir erstellten ein Kaleidoskop „Odenwälder Wählerinnen und die Frauen des Kreistages“.

Gemeinsam mit der Theaterpädagogin Barbara Linnenbrügger und unserer Lehrgangsleiterin Cornelia Wind führten wir, die Teilnehmerinnen des Lehrgangs MMZ – Mädchen Medien Zukunft des Bildungswerkes der Hessischen Wirtschaft e.V., dieses Projekt durch. Die Ergebnisse wurden im Rahmen der oben beschriebenen Ausstellung gezeigt.

Zur inhaltlichen Erarbeitung der Präsentation erarbeiteten wir in Anleitung von Frau Linnenbrügger und Frau Wind historische Aspekte des Kampfes um das Frauenwahlrecht im 19. und 20. Jahrhundert und beschäftigten uns mit den heutigen regionalpolitischen Strukturen im Odenwald.

Einzelinterviews mit allen Frauen, die heute im Kreistag sind, sowie Wählerinnen aus der Region, gaben uns Einblicke in die Biografien, die Motivationen und Entscheidungshintergründe der Frauen.

Bei der Gestaltung der Power Point Präsentation konnten wir die Qualifikationen, die wir im Rahmen des Lehrgangs erworben haben, kreativ umsetzen.

Besonders interessant war für uns nicht nur das Thema Feminismus – Frauenrechte – Frauenwahlrecht an sich, sondern auch die Möglichkeit, gewählte Kreistagspolitikerinnen persönlich kennen zu lernen, festzustellen, dass es sich dabei um „echte Menschen“ handelt.

Die Durchführung des Projektes beinhaltete wesentliche Ziele von MMZ, so z.B. geschichtliche Hintergründe kennen lernen, Interesse für das Gemeinwesen wecken, Gespräche führen, arbeiten mit verschiedenen Anwendungsprogrammen am PC, gestalten von Präsentationsfolien und natürlich letztendlich das Präsentieren der erarbeiteten Ergebnisse.
Die Präsentation Frauenrechte-Frauenwahlrecht fasst die Ergebnisse des Projektes zusammen.
Die Präsentation Interviews mit Politikerinnen und Wählerinnen finden Sie hier.

Vom 23.08.2008 bis 30.08.2008 nahm der Lehrgang MMZ Michelstadt an dem internationalen Austauschprojekt „Grenzt mich nicht aus, nur weil ich anders bin!“ des IKAB- Bildungswerkes e.V. in Bonn teil.

Die europäischen Antidiskriminierungsrichtlinien wurden mittlerweile von den EU-Mitgliedsstaaten rechtlich umgesetzt. Mit Hilfe dieser neuen Gesetze sollen Diskriminierungen im Alltag und in der Arbeitswelt wirkungsvoller bekämpft werden.

Da die Diskriminierung von Menschen, die „anders“ sind, sehr vielschichtig ist und vor allen Dingen die Diskriminierung im Alltag mit Hilfe der neuen Gesetze nur sehr schwer gelöst werden kann, ist es notwendig, die Menschen für Diskriminierung in ihrem eigenen Umfeld zu sensibilisieren und zu aktivem Eingreifen zu ermutigen.

Als besonders peinigende und erniedrigende Erfahrung beschreiben viele Jugendliche das Mobbing, bei dem sie von anderen schikaniert und systematisch ausgegrenzt werden, weil sie in deren Augen „anders“ sind. Die Palette der Verhaltensweisen reicht von indirekten, schwer fassbaren Anspielungen bis hin zu offenen Belästigungen und Quälereien.

Ziel der Projekttage in Bonn war die Sensibilisierung der Jugendlichen für das Thema Mobbing und soziale Ausgrenzung, das Aufspüren von Diskriminierungstendenzen in ihrem Umfeld und die Entwicklung von Lösungsansätzen.

Durch die Teilnahme an dem Projekt sollten die Jugendlichen ermutigt werden, in ihrem eigenen Umfeld als „Anti-Diskriminierungs-Scouts“ tätig zu werden.

Neben der MMZ Gruppe nahmen Gruppen aus Italien, Irland und Österreich teil.

Die italienischen Jugendlichen waren junge Männer zwischen 16 und 23 Jahren aus einem Stadtteilprojekt von Turin. Sie kannten sich untereinander sehr gut, da sie ihre Freizeit vorwiegend gemeinsam verbrachten.

Aus Österreich kam eine Gruppe Jugendlicher im Alter von 16 bis 18, zwei Jungen und drei junge Frauen, alle mit Migrationshintergrund. Auch diese Gruppe verbringt vorwiegend ihre Freizeit zusammen, sie nehmen an den Aktivitäten eines Stadtteilprojekts in Wien teil.

Die irische Gruppe ist Teil eines Jugendtheaterprojektes, das schon einige Erfahrung bei öffentlichen Auftritten gesammelt hat.

Die MMZ Teilnehmerinnen waren als einzige Gruppe keine „Freizeitgruppe“. Darüber hinaus kannten sich die Teilnehmerinnen in dieser Zusammensetzung erst knapp drei Wochen.

Die persönlichen Lebensumstände und die soziale Lage der MMZ Teilnehmerinnen führte in der Vergangenheit nicht selten dazu, dass sie selbst in die Rolle der Außenseiterinnen gerieten. Die systematische Ausgrenzung und Erniedrigung, das Mobbing, haben die Teilnehmerinnen fast ausnahmslos am eigenen Leib erfahren. Dabei umfasst die eigene Erfahrung sowohl die Rolle des Opfers, der Zuschauerin als auch der Täterin.

Nicht zuletzt die persönlichen Erfahrungen machten das Thema für die MMZ Frauen sehr interessant. Dies führte dazu, dass alle den teilweise recht kurzfristig bekannt gegebenen Termin sehr gerne wahrnehmen wollten. Nur eine der jungen Frauen erhielt aus religiösen Gründen leider keine Einwilligung ihrer Familie zu der Teilnahme.

Die teilnehmenden Gruppenverantwortlichen einigten sich nach intensiver Planung und der Sammlung von Interessen und Erwartungen gemeinsam mit der Leiterin des Austauschprojektes auf ein abwechslungsreiches und anspruchsvolles Programm.

Zur Vorbereitung auf die thematische Arbeit fanden zahlreiche Kennenlernspiele statt, die den Jugendlichen halfen, Berührungsängste zu überwinden und vor allem dazu ermutigten, Sprachbarrieren abzubauen, indem sie nach sprachunabhängigen Kommunikationsmöglichkeiten suchten.

In der Gesamtgruppe wurden zunächst Erwartungen und Ziele formuliert. Die einzelnen Gruppen stellten ihren Alltag, Lebensumstände und Zukunftspläne vor, tauschten erste Erfahrungen aus.

Die national gemischten Gruppen arbeiteten anschließend in intensiven Gesprächen und zahlreichen Rollenspielen.

In den Rollenspielen stellten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer Situationen dar, in denen sie persönlich Mobbing erlebt haben. Dabei zeigten sich sehr schnell gewisse nationale Unterschiede. Noch deutlicher wurde dabei allerdings die Tatsache, dass die Mobbingstrategien geschlechtsspezifisch differieren.

Zwei Fachkräften der Kripo Bonn, die sich vorwiegend mit Gewaltprävention und Mobbing unter Jugendlichen beschäftigen, kamen am Dienstag, um über Mobbing in der Gesellschaft zu berichten. Dabei erhielten die Jugendlichen einige wichtige Tipps. So rieten die Beamten z.B. dringend, sich umgehend jemandem mitzuteilen und um Unterstützung zu bitten.

Gemeinsam mit den Jugendlichen analysierten sie die dargestellten Rollenspiele.

Die zweite Hälfte der Projekttage verbrachten die Teilnehmerinnen in national gemischten Gruppen mit der Arbeit in verschiedenen Wokshops.

So wurde unter fachlicher Anleitung eine kurze Radiosendung mit Interviews, Tipps und Musikclips zusammengestellt.

Eine weitere Gruppe erarbeitete ein Drehbuch für ein kurzes Video, übte unter fachkundiger Regie, filmte und schnitt die Szenen zu einem sehenswerten kurzen Film.

Gemeinsam haben die nationalen Gruppen Slogans entwickelt, die für das Thema sensibilisieren sollen. Die PR Gruppe griff diese Slogans auf und gestaltete zusammen mit selbst geschossenen Szenenfotos professionelle Postkarten und Plakate.

Die Ergebnisse der einzelnen Workshops griff der Webseiten-Workshop auf und dokumentierte diese, sowie den gesamten Ablauf der Projekttage mit zahlreichen Fotos und Interviews sehr anschaulich und lebendig auf der Webseite www.ikabblog.blogspot.com .

Die Postkarten

Die Plakate

Die Ankunft in Bonn gestaltete sich für die MMZ Teilnehmerinnen als Herausforderung.
Bereits am Vormittag war die italienische Gruppe angekommen und wartete schon ungeduldig auf das Eintreffen der weiteren Gruppen. Entsprechend lebendig war die Begrüßung der Neuankömmlinge. Die Situation während des gemeinsamen Mittagessens einzeln an gemischten Tischen zu sitzen ohne die Sprache des Tischnachbarn zu verstehen überforderte die Teilnehmerinnen so sehr, dass sie Essenszeit verstreichen ließen, ohne einen Bissen anzurühren.

Jedoch bereits am ersten gemeinsamen Abend zeigten sich erste Tendenzen zu einer sprachunabhängigen Kommunikation.

Die Spiele zum Kennenlernen und erste Arbeitsaufträge in national gemischten Gruppen zeigten bereits am zweiten Tag sehr schnell Erfolg, so dass die MMZ Teilnehmerinnen gerne die Verständigung mit Mitgliedern anderer nationaler Gruppen suchten, auch wenn keine gemeinsame Verständigungssprache gegeben war.

Eine sehr gute Unterstützung dabei war neben den Gruppenleitern auch die Präsenz der beiden Dolmetscherinnen, die zum einen während der gesamten inhaltlichen Arbeit eingesetzt waren, bei Bedarf aber auch darüber hinaus gerne übersetzten.

Am letzten Tag des Aufenthalts in Bonn nach der Kommunikation trotz der Sprachbarriere gefragt, antworteten die Teilnehmerinnen: „Neben der Sprache gibt es ja auch noch Hände und Füße zum Reden“.

Einstimmig äußerten alle, sie wollen ihre Englischkenntnisse verbessern, um sich „beim nächsten Mal“ besser verständigen zu können.

Jede der Teilnehmerinnen konnte ihre persönliche Kompetenzen durch die Teilnahme an diesem Austauschprojekt deutlich verbessern. Die Anerkennung der eigenen Leistung, sei es in Rollenspielen, Workshops, beim gemeinsamen Sport oder in der Freizeit hat das Selbstbewusstsein der jungen Frauen deutlich gestärkt.

Die fast ausschließlich positiven Erlebnisse während des Aufenthalts ermutigten die jungen Frauen, fremden Menschen unvoreingenommener gegenüber zu treten. Dies wurde bereits unmittelbar nach der Rückkehr nach Michelstadt bei der sehr offenen Begrüßung einer neuen Kollegin deutlich.

Die Problematik des Themas Mobbing ist allen sehr bewusst geworden. Dies wurde in der unmittelbaren Nachbereitungszeit sehr deutlich. Hierbei ist vor allem die geäußerte Bereitschaft zur Einmischung zu erwähnen.

Um auch für Jugendliche anderer Gruppen den Zugang in die Problematik des Themas zu erleichtern, werden die jungen Frauen in den nächsten Wochen die neu gewonnenen Kenntnisse und Informationen in einer Präsentation zusammen fassen und diese dann auch selbst vorstellen.

Sehr gerne würden sowohl die Gruppe als auch die Teamverantwortlichen eine ähnliche Maßnahme durchführen.

Wünschenswert für einen erfolgreichen und reibungslosen Ablauf wäre dabei allerdings, noch mehr auf die Homogenität der Gruppen zu achten. Das Altersspektrum von 16 bis 23 Jahre und die damit verbundenen unterschiedlichen Interessen und Bedürfnisse führte automatisch immer wieder zu Reibereien. Auch die Tatsache, dass drei der vier teilnehmenden Gruppen „Freizeitgruppen“ waren, die sich aus gemeinsamem Interesse heraus treffen und in der gleichen Zusammensetzung bereits längere Zeit kannten, die MMZ Gruppe aber eine „Zweckgruppe“ ist, die unabhängig von gemeinsamen Interessen ihren „Arbeitsalltag“ miteinander verbringt, barg einiges Spannungspotential.

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